Sprachgestaltung Sommerkurs 2017

Die dynamische Silbe
der unbekannte Kunstgriff
Marie Steiners

Sprachgestaltung

in der Methodik der Marie Steiner Schule
nach J.W. Ernst

Sommerkurs 07. bis 11. August 2017 in Dornach

 

Die dynamische Silbe –
der unbekannte Kunstgriff Marie Steiners

Inhalt:

Die Silbe und ihre wunderbaren Möglichkeiten des Ausdrucks und der dynamischen Stimmentfaltung.

Einführung und methodische Grundlagen. Praktisches Üben.

Erweiterung und Schulung der individuellen Ausdrucksmöglichkeit, Beweglichkeit, Dynamik, Rhythmus, Klanggestaltung.

Arbeit an Dichtungen verschiedener Epochen. Vorträge, künstlerische Beiträge, seminaristische Arbeit, Gespräch.

Eurythmie zum Tagungsthema.

Der Kurs ist ein Angebot für professionelle Sprecher/innen, Studierende, Eurythmist/innen, Pädagog/innen und Sprachinteressierte.

 

Kursleitung/Sprachgestaltung:

Dorothea Ernst-Vaudaux,
Sprachgestalterin, Lehrerin, Heilpädagogin.

Jürg Schmied,
Sprachgestalter, Theaterpädagoge, Sprachtherapeut, lic. phil.I Philosophie, Deutsch, Griechisch.

Eurythmie:
Cornelia Schmied-Gebbe.

Arbeitszeiten:
Montag: 15.30 – 18.30; 20.00 – 21.30
Di, Mi, Do: 09.00 -12.00; 15.30 – 18.30; 20.00 – 21.30
Freitag: 09.00 -13.00

Mindestteilnehmerzahl: 12

Anmeldeschluss: 1. Juli 2017 Kurskosten: Fr. 480.- EU 440.- Ermässigung auf Anfrage

Ort:
Akademie für anthroposophische Pädagogik Ruchti-Weg 5 CH-4143 Dornach

Information und Anmeldung:
Dorothea Ernst-Vaudaux
Waldhofstr. 6 CH – 4310 Rheinfelden Tel. 0041 61 831 65 86 dorothea.ernst@vtxfree.ch
www.jwernst.ch

Die dynamische Silbe

Sprache ist die Quelle des menschlichen Erlebens, der Wissenschaft, Kunst und sozialen Gestaltung. Wie kann diese Quelle wieder zum Sprudeln gebracht werden? Wird das Wort reduziert auf eine bloße Zeichensprache, verliert es seine belebende Kraft. Bewegt es sich nur im subjektiven Gefühl, verliert es den verbindenden Geist.

Die dynamische Silbe Marie Steiners in der Methodik von Dr. J.W. Ernst ist das Instrument zur lebendigen Gestaltung, das es individuell zu entdecken und zu entwickeln gilt.

Leben bewegt sich, atmet und pulsiert, wird Rhythmus und Klang. Es schwingt zwischen zwei Polen. Alles unmittelbare Erklingen der Sprache ist Silbe. Die zwei Pole der Silbe sind der helle und der dunkle, entspannte Ton. Silbe – Syllabē – bedeutet Zusammen-Greifen. Es macht, wie Licht und Schatten, die ganze Farbpalette der Sprache möglich. In Greifen, Schwung und Loslassen besteht die Lautbewegung. Sie ist der Schlüssel zum Ausdruckreichtum der Sprache. Damit beginnt ein Übungsweg, auf dem fortwährend Neues entdeckt werden kann.

„Diese Kunst wird die Meisterin nicht überleben, wenn es nicht beizeiten gelingt, zu erkennen, wie sie es und was sie macht.“ J.W. Ernst

Die Sprachgestaltung, zentrales Anliegen der Anthroposophie, war zunächst individuelle Kunst Marie Steiners. Die methodische Entdeckung von Dr. J.W. Ernst und H.-L. Ernst-Zuelzer an dieser Kunst machte es erst möglich, ihr wichtigstes Grundgesetz – die dynamische Silbe – zu erfassen und als Instrument lehrbar zu machen.

Auf dieser Grundlage unterrichten die Kursleiter.